Tervueren
"vom Kürnberg"
Wir leben in einem Blockhaus auf einem 2000 m˛ großen Grundstück im Norden der Stadt Leonding, ganz nahe an der Stadtgrenze von Linz, im sogenannten „Kürnberger Wald“. Die Umgebung ist ländlich und es steht viel Gelände zum Fährten- und Spazierengehen zur Verfügung.Aufgewachsen mit Collies, war unser erster eigener Hund der Langhaardackel Bronko (kleiner Hund passt zu kleinen Kindern).
Nachdem
wir Bronko im Alter von sechseinhalb Jahren wegen der fortschreitenden
und äußerst schmerzhaften Dackellähme einschläfern lassen mussten,
stieß der Deutsche
Schäferhund Asterix zu uns.Asterix kam aus dem Tierheim und war 6 Monate alt. Unser Optimismus, dass ein so junges Tier keine großen Verhaltensstörungen aufweisen könne, wurde rasch vernichtet. Asterix war sehr unsicher und fürchtete sich vor allem und jedem. Diese Unsicherheit ließ den jungen Rüden aggressiv und oft teilweise unberechenbar werden. Hund und Kinder (damals 12 und 8 Jahre alt) konnten niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.
Eine große Hilfe waren die Trainer unserer Hundeschule (SVÖ OG 37 Linz-Wegscheid), die mir geduldig und mit all ihrem Können und Wissen halfen, dass mein mir damals unbekannter Hund und ich ein Team wurden. Asterix und ich können heute auf mehr als 25 abgelegte Leistungsprüfungen, Turniere und eine Rettungshunde-Eignungsprüfung zurückschauen – und die Geschichte unserer gemeinsamen sportlichen Erfolge ist (hoffentlich) noch lange nicht zu Ende geschrieben. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes zusammengewachsen.
Seit dem Jahr 2005 trug ich mich mit dem Gedanken, einen zweiten Hund anzuschaffen. Asterix’ Ausbildung war zum Großteil abgeschlossen und mit seinen damals 5 Jahren wurde er zuhause zunehmend fauler – und dicker. Meine größte Furcht war (weil er anderen Hunden meist dominant bis aggressiv gegenüberstand), dass Asterix keinen weiteren Hund dulden würde.
Durch das Internet wurde ich auf die Tervueren aufmerksam. Im Aussehen den früheren Collies sehr ähnlich, schienen sie mir auch gute Sport- und Gebrauchshunde zu sein. Da ich inzwischen auch Kursleiter des SVÖ in meiner Ortsgruppe war, war dies ein sehr wichtiger Aspekt.
So kam aus der ungarischen
Zuchtstätte „comme un reve noir“ im April
2006 die Tervueren-Hündin
Pöti (genannt „Suri“) zu uns.

Und meine Ängste bezüglich Asterix’ Hundeaversion erwiesen sich als
völlig unbegründet:
die acht Wochen alte Junghündin verbellte ihn zuerst aus Leibeskräften, seitdem ist er ihr ergebener Diener. Es gab in den bisher drei Jahren noch nie einen wirklichen Streit zwischen den beiden und es fordert jeder die Anwesenheit des anderen ein (außer beim Arbeiten). Durch sie stellten wir fest, wie wichtig die ersten Lebenswochen eines Welpen für dessen weitere Entwicklung sind. Sie war optimal geprägt und versorgt. Es gab nie Probleme mit der Verdauung, mit Parasiten oder einem überängstlichen Verhalten.


Wir meinen, dass ein so toller Allround-Hund – der zudem sämtliche Gesundheits-Tests (HD A, ED 0, Augen klar) bravourös gemeistert hat, nur dazu beitragen kann, die Tervueren-Rasse in Österreich zu verbessern – und wir selbst wollen möglichst sicher gehen, dass unsere nächsten Hunde gesund, arbeitswillig – und einfach lieb sind.
